Düstere Geschichten
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Dies ist eine Vorwarnung für all die, die die Wahrheit über Pfungen nicht ertragen können.
Ein all zu schwaches Herz ist nicht sehr geeignet für diese Geschichten.
Wer weiterhin ein friedliches und unwissendes Leben führen möchte, muss diese Geschichten meiden. Wen jedoch die Neugier gepackt hat, sollte wissen, dass alle Geschichten der Wahrheit entsprechen.
Tom, mein Urgrossvater, stand immer noch schweissgebadet vor der Leiche des Todesüberbringers.
Was meinte der Fremde mit seinem Spruch?
Ihr werdet alle sterben! rief mein Urgrossvater mit lauter Stimme.
Er rannte durch das ganze Dorf und rief diese Worte immer wieder aus seiner Kehle.
Die Leute strömten aus den Häusern und rannten dem schreienden alten Mann hinter her.
Als sie an einem Marktplatz angekommen waren, hielt Tom plötzlich an.
Eine riesige Menschenmasse hatte sich nun schon hinter ihm gebildet. Fast das ganze Dorf war versammelt und es strömten immer wieder neue Menschen hinzu.
Tom hob die Hände in die Luft, wie ein König der seinem Volk eine Nachricht mitzuteilen hatte, wie ein Prophet.
Ihr müsst alle sterben. Alle bis auf den letzten.
Schreie ertönten aus der Menge: Woher willst du das wissen? Du bist ja verrückt!
Die Leute verspotteten und bewarfen ihn mit Esswahren
Er zog sich in eine Gasse zurück und liess sich auf die Strasse nieder.
Lange dachte er nochmals über den Vorfall nach und überlegte, ob er wirklich nicht verrückt sei.
Wie sollte eigentlich das ganze Dorf hingemäuchelt werden? Wie sollte das gehen?
Tom blieb noch lange an seinem Platz und dachte über alles nach.
Plötzlich fiel er in einen tiefen Schlaf.
Im Traum sah er eine Schlacht. Monster und Dämonen töteten willkürlich Menschen.
Nein nicht einmal vor Kindern machten sie Halt.
Sie rissen ihnen den Kopf bei lebendigen Leibe von den Schultern,
rissen ihnen das Herz aus der Brust und schlugen ihnen die Glieder vom Körper ab.
Alle Höllengeburten waren mit scharfen Waffen versehen und ihr Bluthunger war unermesslich.
Eine Familie nach der anderen wurde ausgerottet.
Eine Leiche nach der anderen reihte sich auf dem Boden.
Mein Grossvater wachte an dem selben Platz, an dem er eingeschlafen war, schweissgebadet auf.
Was hatte dieser Traum zu bedeuten?
Er schaute sich im Dorf um. Alles war so,wie vor ein paar Stunden.
Die Menschen standen immer noch in einem Haufen auf den Marktplatz und diskutierten über das Schicksal meines Grossvaters. Sie beschuldigten ihn der Verücktheit.
Man sollte ihn in eine Irrenanstalt stecken.
Plötzlich ertönte ein furchterregender Ton. Es hörte sich an, als ob jemand ein Kriegshorn blasen würde.
Die Menschenmasse zuckte zusammen und wurde still. Man hörte Schritte in der Ferne. Viele Schritte, wie von einer ganzer Armee. Sie kamen immer schienen immer näher und näher zu kommen. Immer lauter konnte man die Schritte hören.
Plötzlich gingen Dämonen, Monster und sonstige Höllengeburten auf die Menschenmasse los. Sie metzelten die Menschen nieder. Ihre Schwerter glitten mit einer gewissen Eleganz durch die Körper der Verurteilten. Das Dorf Pfungen war dem Untergang geweiht.
Mein Grossvater rannte durch die Strassen und schaute nicht zurück. Er rannte und rannteaus dem Dorf, bis er auf einem Hügel stand. Er drehte sich langsam um. Ein Dämon war ihm gefolgt.
Mit grossen Augen sah er ihn an. Die Angst durchströmte ihn so stark, dass er zu zittern begann. Er fasste Mut und schrie den Dämon an:
Töte mich! Komm schon! Mein Leben liegt in deinen Händen! Willst du es mir nicht nehmen, wie du es schon vielen genommen hast?
Der Dämon sah ihn mit seinen dunklen Augen an, das blutverschmierte Schwert in den Boden gesteckt.
Du sollst als einziger verschont werden. Du sollst eine Nachricht für die Nachwelt überlassen.
Behalt dir dies im Kopf. Wir werden alle 1250 Jahre erscheinen und die Bewohner von Pfungen in das Verderben leiten!
Der Dämon drehte sich um und ging wieder zu seines Gleichen.
So schnell wie sie gekommen waren, war die Armee der Hölle wieder verschwunden.
Auf dem Marktplatz ( bei der heutigen Post ) war ein riesigerLeichenhaufen. Kein Mensch, ausser Tom, mein Urgrossvater, hatte das überlebt.
Fortsetzung der letzten Geschichte........